31.08.2026

Ein gutes Gefühl für die Zukunft – unsere Generationenberater im Interview

Entspannt in die Zukunft blicken – das wünschen wir uns alle. Doch wer handelt für mich, wenn ich selbst nicht mehr dazu in der Lage bin? Wie kann ich mein Lebenswerk schützen und meinen Nachlass selbstbestimmt regeln? Das Thema betrifft längst nicht nur große Vermögen, sondern das Leben jedes Einzelnen. 

Um diese Zukunftsfragen zu klären, gibt es das Generationenmanagement in unserer Sparkasse. Unsere Generationenberater Barbara Koppenhöfer und Philipp Silzer geben uns einen Einblick in ihren spannenden Arbeitsalltag. Gemeinsam mit ihrer Assistenz, Kerstin Reese, unterstützen sie Kundinnen und Kunden durch eine vertrauensvolle Beratung aktiv bei der Planung und Gestaltung für die Zukunft.

Was ist das Generationenmanagement und mit welchen Themen befasst ihr euch?

Barbara: "Die Beratung im Bereich Generationenmanagement ist sehr vielfältig und spannt den Bogen vom aktuellen Lebensstandpunkt bis zur Regelung des Nachlasses. Nicht alle diese Themen betreffen die Kernkompetenzen der Sparkasse und viele Kundinnen und Kunden sind überrascht, von uns darauf angesprochen zu werden.

Das Team Generationenmanagement der Sparkasse Südwestpfalz: Kerstin Reese, Philipp Silzer und Barbara Koppenhöfer.

Im Wesentlichen gliedert sich unsere Arbeit in drei Bereiche: 

  • Im Hier und Jetzt: Regelungen zum Erhalt der Handlungsfähigkeit, der Selbstbestimmung und der Vertretungsbefugnis. 
  • Der Blick nach vorn: Vermögensübertragung, Absicherung von Hinterbliebenen und die Verfassung des letzten Willens. Wir zeigen die gesetzliche Erbfolge auf, sprechen Alternativen an und erläutern Gestaltungsmöglichkeiten. Aufgrund von rechtlichen Grenzen in der Beratung arbeiten wir eng mit Steuerbüros und Notariaten zusammen. Auch bereits getroffene Verfügungen werden  daraufhin überprüft, ob sie für die aktuelle Lebenssituation noch passen.
  • Für die Zeit danach: Vielen Menschen ist es nicht bewusst, was es bedeutet, zum einen Wünsche und Anordnungen eines Testaments zu erfüllen, zum anderen aber auch alles Erforderliche und Notwendige zu regeln. Dass sie diese Aufgabe durch die Anordnung einer Testamentsvollstreckung an die Sparkasse übergeben können, ist für viele eine große Erleichterung. So werden die Erben entlastet bzw. bei fehlenden nahen Verwandten die Aufgaben in verantwortungsvolle Hände übergeben."

 

Wie seid ihr Generationenberater geworden?

Barbara: "Nach Abschluss der erforderlichen Qualifikationen an der Hochschule Bonn im Jahr 2022 baute ich den Bereich Generationenmanagement in unserer Sparkasse auf. Die Geschäftsleitung folgte der Idee meines Konzeptes, es wurde mir viel Gestaltungsspielraum zugestanden und ich habe große Unterstützung aus mehreren Abteilungen im Haus erhalten. So konnte von Beginn an auch Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau eines Netzwerks betrieben werden. Es ist definitiv die schönste Aufgabe in meiner bislang 40-jährigen Sparkassen-Laufbahn."

Philipp: "Ich bin seit meiner Ausbildung bei der Sparkasse und habe mich kontinuierlich weitergebildet. Seit 2022 bin ich im Private Banking und im Generationenmanagement tätig. Die erforderlichen Qualifikationen Financial Consultant, Testamentsvollstrecker, geprüfter Stiftungsberater und geprüfter Generationenberater habe ich während dieser Zeit erfolgreich abgeschlossen."

 

Ist das Generationenmanagement nur für vermögende Kundinnen und Kunden gedacht? 

Barbara: "Ein ganz klares NEIN. Regelungsbedarf besteht unabhängig von der Größe eines Vermögens. Aus diesem Grund bietet die Sparkasse diese Beratungsdienstleistung allen Kundinnen und Kunden an. Jedes Lebenswerk ist es wert, geachtet und geschützt zu werden – die Lösungen können selbstverständlich sehr unterschiedlich sein."

Mit welchen konkreten Lebensfragen kommen die Kundinnen und Kunden zu euch?

Barbara: "Es gibt viele Gedanken, die unsere Kundinnen und Kunden bewegen, wie z.B. der Erhalt des Lebenswerks, der Schutz des Vermögens, der Frieden innerhalb der Familie, der Fortbestand eines Engagements für eine gute Sache oder die gesundheitliche Verfassung. An mancher Stelle kann es in den Gesprächen auch mal etwas heikel werden, denn wir befassen uns konkret mit Lösungen für den Fall der eigenen Handlungsunfähigkeit bzw. des Ablebens. Beides sind Szenarien, von denen jeder weiß, dass sie eintreffen können oder werden, die aber lieber verdrängt werden. Deswegen ist es wichtig, einen Weg zu finden, die Themen richtig zu platzieren und zu erfahren, was die Kundinnen und Kunden bewegt."

Philipp: "Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden durch ganz unterschiedliche Lebensphasen. Anhand konkreter Beispiele zeigen wir auf, welche finanziellen oder gesundheitlichen Konsequenzen eintreten können und welche Handlungsoptionen bestehen. So kann jeder fundierte und selbstbestimmte Entscheidungen treffen."

 

Was ist euch bei dem Thema besonders wichtig?

Barbara: "Die Kundinnen und Kunden stehen mit den eigenen Wünschen und Anliegen im Mittelpunkt. Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern nur eine individuelle Lösung. Diese Lösung gemeinsam zu finden, bei der Gestaltung mitzuwirken und die Umsetzung zu begleiten, macht jedes Anliegen einzigartig."

Philipp: "Jeder einzelne Mensch, jeder einzelne Lebensweg, jeder einzelne Schicksalsschlag, jeder einzelne Wunsch und jedes Leben ist so individuell wie die Personen selbst."

 

Gemeinsam engagiert in der Region: Mit der Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz

Mit einer Stiftung in der Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz können vielfältige Bereiche unterstützt werden.

Könnt ihr etwas zur Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz erzählen? Wie kann man sich dort einbringen?

Barbara: "Die Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz bietet eine einfache Lösung, sich zum Gemeinwohl zu engagieren, ganz ohne bürokratischen Aufwand. Die Sparkasse Südwestpfalz hat als Gründerin einen Treuhandvertrag mit der DT Deutsche Stiftungstreuhand abgeschlossen und somit den Rahmen geschaffen, mit eigenem Vermögen einen selbstgewählten guten Zweck dauerhaft zu unterstützen.

Die Anlage des Vermögens verantwortet die Sparkasse. Somit ist jedes neue Stiftungskapital der Kundin bzw. des Kunden Teil eines großen Gesamtvermögens und kommt doch, gerne mit dem eigenen Namen, dem persönlich gewählten Zweck zugute.
Um die Region zu stärken, hat die Sparkasse Südwestpfalz im Jahr 2024 sieben Bürgerstiftungen gegründet und diese den Verbandsgemeinden im Geschäftsgebiet überantwortet. Auch über diese Bürgerstiftungen kann Engagement für das Gemeinwohl effektiv gefördert und unterstützt werden."

 

Verratet uns zum Schluss noch euren Lieblingsplatz in der Südwestpfalz.

Barbara: "Grundsätzlich gehe ich im ganzen Pfälzer Waldgebiet gerne wandern. Ich genieße die Felsenlandschaft und die wunderschönen Ausblicke von oben, sei es vom Drachenfels, der Burg Gräfenstein oder der schönen Bank am Rolandseck. Ganz besonders aber liebe ich die Hüttenkultur – und damit diese lange erhalten bleibt, wird fleißig eingekehrt. 

Philipp: "Da ich zwei kleine Kinder habe, sind insbesondere die Paddelweiherhütte in Hauenstein und die PWV Hütte Hohe List ein beliebtes Ausflugsziel von uns. Schöne Spielplätze, gutes Essen und die Natur – was will man mehr."


Vielen Dank an Barbara Koppenhöfer und Philipp Silzer für das informative Gespräch!

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