31.08.2026
Ein gutes Gefühl für die Zukunft – unsere Generationenberater im Interview
Entspannt in die Zukunft blicken – das wünschen wir uns alle. Doch wer handelt für mich, wenn ich selbst nicht mehr dazu in der Lage bin? Wie kann ich mein Lebenswerk schützen und meinen Nachlass selbstbestimmt regeln? Das Thema betrifft längst nicht nur große Vermögen, sondern das Leben jedes Einzelnen.
Um diese Zukunftsfragen zu klären, gibt es das Generationenmanagement in unserer Sparkasse. Unsere Generationenberater Barbara Koppenhöfer und Philipp Silzer geben uns einen Einblick in ihren spannenden Arbeitsalltag. Gemeinsam mit ihrer Assistenz, Kerstin Reese, unterstützen sie Kundinnen und Kunden durch eine vertrauensvolle Beratung aktiv bei der Planung und Gestaltung für die Zukunft.
Was ist das Generationenmanagement und mit welchen Themen befasst ihr euch?
Barbara: "Die Beratung im Bereich Generationenmanagement ist sehr vielfältig und spannt den Bogen vom aktuellen Lebensstandpunkt bis zur Regelung des Nachlasses. Nicht alle diese Themen betreffen die Kernkompetenzen der Sparkasse und viele Kundinnen und Kunden sind überrascht, von uns darauf angesprochen zu werden.
Das Team Generationenmanagement der Sparkasse Südwestpfalz: Kerstin Reese, Philipp Silzer und Barbara Koppenhöfer.
Im Wesentlichen gliedert sich unsere Arbeit in drei Bereiche:
Wie seid ihr Generationenberater geworden?
Barbara: "Nach Abschluss der erforderlichen Qualifikationen an der Hochschule Bonn im Jahr 2022 baute ich den Bereich Generationenmanagement in unserer Sparkasse auf. Die Geschäftsleitung folgte der Idee meines Konzeptes, es wurde mir viel Gestaltungsspielraum zugestanden und ich habe große Unterstützung aus mehreren Abteilungen im Haus erhalten. So konnte von Beginn an auch Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau eines Netzwerks betrieben werden. Es ist definitiv die schönste Aufgabe in meiner bislang 40-jährigen Sparkassen-Laufbahn."
Philipp: "Ich bin seit meiner Ausbildung bei der Sparkasse und habe mich kontinuierlich weitergebildet. Seit 2022 bin ich im Private Banking und im Generationenmanagement tätig. Die erforderlichen Qualifikationen Financial Consultant, Testamentsvollstrecker, geprüfter Stiftungsberater und geprüfter Generationenberater habe ich während dieser Zeit erfolgreich abgeschlossen."
Ist das Generationenmanagement nur für vermögende Kundinnen und Kunden gedacht?
Barbara: "Ein ganz klares NEIN. Regelungsbedarf besteht unabhängig von der Größe eines Vermögens. Aus diesem Grund bietet die Sparkasse diese Beratungsdienstleistung allen Kundinnen und Kunden an. Jedes Lebenswerk ist es wert, geachtet und geschützt zu werden – die Lösungen können selbstverständlich sehr unterschiedlich sein."
Mit welchen konkreten Lebensfragen kommen die Kundinnen und Kunden zu euch?
Barbara: "Es gibt viele Gedanken, die unsere Kundinnen und Kunden bewegen, wie z.B. der Erhalt des Lebenswerks, der Schutz des Vermögens, der Frieden innerhalb der Familie, der Fortbestand eines Engagements für eine gute Sache oder die gesundheitliche Verfassung. An mancher Stelle kann es in den Gesprächen auch mal etwas heikel werden, denn wir befassen uns konkret mit Lösungen für den Fall der eigenen Handlungsunfähigkeit bzw. des Ablebens. Beides sind Szenarien, von denen jeder weiß, dass sie eintreffen können oder werden, die aber lieber verdrängt werden. Deswegen ist es wichtig, einen Weg zu finden, die Themen richtig zu platzieren und zu erfahren, was die Kundinnen und Kunden bewegt."
Philipp: "Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden durch ganz unterschiedliche Lebensphasen. Anhand konkreter Beispiele zeigen wir auf, welche finanziellen oder gesundheitlichen Konsequenzen eintreten können und welche Handlungsoptionen bestehen. So kann jeder fundierte und selbstbestimmte Entscheidungen treffen."
Was ist euch bei dem Thema besonders wichtig?
Barbara: "Die Kundinnen und Kunden stehen mit den eigenen Wünschen und Anliegen im Mittelpunkt. Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern nur eine individuelle Lösung. Diese Lösung gemeinsam zu finden, bei der Gestaltung mitzuwirken und die Umsetzung zu begleiten, macht jedes Anliegen einzigartig."
Philipp: "Jeder einzelne Mensch, jeder einzelne Lebensweg, jeder einzelne Schicksalsschlag, jeder einzelne Wunsch und jedes Leben ist so individuell wie die Personen selbst."
Gemeinsam engagiert in der Region: Mit der Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz
Mit einer Stiftung in der Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz können vielfältige Bereiche unterstützt werden.
Könnt ihr etwas zur Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz erzählen? Wie kann man sich dort einbringen?
Barbara: "Die Stiftergemeinschaft Sparkasse Südwestpfalz bietet eine einfache Lösung, sich zum Gemeinwohl zu engagieren, ganz ohne bürokratischen Aufwand. Die Sparkasse Südwestpfalz hat als Gründerin einen Treuhandvertrag mit der DT Deutsche Stiftungstreuhand abgeschlossen und somit den Rahmen geschaffen, mit eigenem Vermögen einen selbstgewählten guten Zweck dauerhaft zu unterstützen.
Die Anlage des Vermögens verantwortet die Sparkasse. Somit ist jedes neue Stiftungskapital der Kundin bzw. des Kunden Teil eines großen Gesamtvermögens und kommt doch, gerne mit dem eigenen Namen, dem persönlich gewählten Zweck zugute.
Um die Region zu stärken, hat die Sparkasse Südwestpfalz im Jahr 2024 sieben Bürgerstiftungen gegründet und diese den Verbandsgemeinden im Geschäftsgebiet überantwortet. Auch über diese Bürgerstiftungen kann Engagement für das Gemeinwohl effektiv gefördert und unterstützt werden."
Verratet uns zum Schluss noch euren Lieblingsplatz in der Südwestpfalz.
Barbara: "Grundsätzlich gehe ich im ganzen Pfälzer Waldgebiet gerne wandern. Ich genieße die Felsenlandschaft und die wunderschönen Ausblicke von oben, sei es vom Drachenfels, der Burg Gräfenstein oder der schönen Bank am Rolandseck. Ganz besonders aber liebe ich die Hüttenkultur – und damit diese lange erhalten bleibt, wird fleißig eingekehrt.
Philipp: "Da ich zwei kleine Kinder habe, sind insbesondere die Paddelweiherhütte in Hauenstein und die PWV Hütte Hohe List ein beliebtes Ausflugsziel von uns. Schöne Spielplätze, gutes Essen und die Natur – was will man mehr."
Vielen Dank an Barbara Koppenhöfer und Philipp Silzer für das informative Gespräch!
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